Übersicht
Die Schichtplanung ergänzt die Arbeitszeitmodelle um die operative Einsatzplanung: Wer arbeitet wann, an welchem konkreten Tag, in welcher Schicht? Während Arbeitszeitmodelle die vertragliche Wochenstruktur abbilden, beantwortet der Dienstplan die tägliche Personaleinsatzfrage — inklusive Besetzungsanalyse, Zuschlagsberechnung und Soll-Ist-Vergleich.Das Modul Dienstplan muss unter Einstellungen > Erweiterungen aktiviert sein.
- Gastronomie / Einzelhandel — Mitarbeitende auf Stundenlohnbasis mit wöchentlich wechselnden Schichten. Der Dienstplan dient der Planung und Personalkostenprognose, bezahlt wird die tatsächlich gestempelte Zeit.
- Produktion / Logistik — Festangestellte im rotierenden 2- oder 3-Schicht-System. Nacht-, Wochenend- und Feiertagszuschläge werden über Zuschlagsregeln automatisch berechnet und fließen in die Lohnabrechnung.
Schichtvorlagen
Schichtvorlagen sind wiederverwendbare Zeitblöcke mit Name, Farbe, Start- und Endzeit sowie Pausendauer — unabhängig von Arbeitszeitmodellen. Beispiele: „Frühschicht 06:00–14:00”, „Spätschicht 14:00–22:00”, „Nachtschicht 22:00–06:00”. Schichtvorlagen werden in den Einstellungen verwaltet und im Planer per Drag-and-drop auf Mitarbeitende und Tage gezogen.
Der Dienstplan-Designer
Der visuelle Planer (unter Dienstplan) zeigt ein Wochen-Kalenderboard:- Drag-and-drop: Schichten auf Mitarbeitende und Tage ziehen
- Besetzungszeile: Abgleich der geplanten Einträge gegen die Mindest-/Optimal-Besetzung pro Schicht und Wochentag — Unter- und Überbesetzung werden farblich markiert
- Verfügbarkeits-Indikatoren: Gemeldete Verfügbarkeiten und Präferenzen der Mitarbeitenden direkt im Board
- Konflikt-Hinweise: Genehmigte Abwesenheiten blockieren bzw. markieren Tage; Zuweisungen auf Abwesenheitstage erzeugen einen Konflikt-Zähler
- Publish-Workflow: Pläne durchlaufen den Lebenszyklus Entwurf → Veröffentlicht → Archiviert. Erst die Veröffentlichung macht den Plan für Mitarbeitende sichtbar und wirksam
- Export: PDF- und ICS-Export des Wochenplans

Rotations-Vorlagen
Wiederkehrende Wochen- und Rotationsmuster lassen sich als Rotations-Vorlage speichern (unter Einstellungen > Rotations-Vorlagen). Aus einer Vorlage erzeugt Stampfactory per Dienstplan erzeugen einen fertigen Wochen-Entwurf inklusive Besetzungs-Abgleich gegen den hinterlegten Schichtbedarf. Der Entwurf wird erst gespeichert, wenn Sie ihn übernehmen, und ist danach wie jeder andere Plan bearbeit- und veröffentlichbar.ArbZG-Prüfung bei der Planung
Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz werden bereits zur Planungszeit als Warnungen im Planer angezeigt — bevor der Plan veröffentlicht wird:Schichttausch und offene Schichten
- Schichttausch: Mitarbeitende beantragen den Tausch ihrer Schicht mit Kolleg:innen; Vorgesetzte genehmigen den Tausch.
- Offene Schichten: Unbesetzte Schichten werden ausgeschrieben, Mitarbeitende bewerben sich, Vorgesetzte weisen zu.
- Absagen-Dokumentation: Kurzfristige Absagen (innerhalb eines konfigurierbaren Zeitfensters, z. B. 72 Stunden) werden dokumentiert und als Zuverlässigkeits-Zähler im Planer angezeigt.
Zuschlagsregeln
Zuschlagsregeln belegen Arbeitszeiten in bestimmten Zeitfenstern (Nacht, Wochenende, Feiertag) mit prozentualen oder fixen Zuschlägen. Die Regeln sind mit den Vergütungstypen des Lohnmoduls verknüpft: Berechnete Zuschläge fließen automatisch als Vergütungseinträge in die Lohnabrechnung. Grundlage der Berechnung sind die tatsächlich gestempelten Zeiten, nicht der Plan.Soll-Zeit aus dem Dienstplan
Bei aktivem Modul überschreibt ein veröffentlichter Dienstplan-Eintrag die Soll-Zeit aus dem Arbeitszeitmodell für den jeweiligen Tag. Ohne Eintrag — oder ohne aktives Modul — gilt unverändert das Arbeitszeitmodell. Auch Nachtschicht-Erkennung und der automatische Mitternachts-Clockout folgen dem pro Tag geplanten Schichttyp. Der Soll-Ist-Vergleich stellt geplante Stunden den tatsächlichen Stunden aus der Zeiterfassung gegenüber.Arbeitszeitkonto pro Mitarbeiter:in
Im Arbeitsprofil kann das Arbeitszeitkonto pro Person deaktiviert werden — sinnvoll für Stundenlöhner:innen und Minijobs:- Soll-Zeit ist immer 0, der Dienstplan ist rein operativ
- Nichterscheinen erzeugt keine Minusstunden
- Bezahlt wird ausschließlich die tatsächlich geleistete Zeit
- Die Person wird von der monatlichen Überstundenabrechnung ausgenommen
Abwesenheits-Vergütung
Abwesenheiten erhalten einen Bewertungsmodus, der bestimmt, mit wie vielen Stunden ein Abwesenheitstag vergütet wird:- Nach Arbeitszeitmodell (Standard)
- Nach Dienstplan — geplante Schichtstunden des Tages
- 13-Wochen-Durchschnitt — Entgeltfortzahlungs-Prinzip für flexible Kräfte
- Manuell
Benachrichtigungen
Bei Veröffentlichung und bei Änderungen bereits publizierter Pläne werden betroffene Mitarbeitende benachrichtigt — in der Web-App und per Push in der Mobile App.Mobile App
- Startbildschirm: Heutige und nächste Schicht auf einen Blick
- Monatskalender: Eigener Dienstplan im Monatsüberblick
- Schichtdetail: Team-Sicht (wer arbeitet mit) und Tausch-Aktionen
- Offene Schichten: Ausgeschriebene Schichten einsehen und sich bewerben
- Push-Benachrichtigungen bei Planveröffentlichung und Änderungen